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Bericht vom 14.07.2018:
Es braucht einen langen Atem,für Erfolg in Afrika
Elze - 2.000 € hat das Elzer „Café Zur Marktzeit“ im evangelischen Gemeindehaus der Peter- und Paul-Kirche innerhalb von zwei Jahren für die Missionstation „Merkane-Yesus-Kirche“ in Hermannsburg zusammen bekommen. Dabei haben die Elzer Frauen und Männer über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut.
Mit viel clerikalem Beistand wurde ein Scheck über 2.000 Euro an die Mekane-Yesus-Kirche in der Hermannsburger Mission an Pastor Stephan Liebner übergeben. Mit bei der Übergabe war die Pastorin Evelyn Schneider, die Vikarin Elisabeth Hühne, Brigitte Dittmann, die Leiterin des Cafés und Sabine Strube-Neumann. Die Frauenarbeit für die „Prävention der Genitalverstümmelung“ leitet in der Hermannsburger Mission Gabriele de Bona, die leider für diesen Nachmittag aus Krankheitsgründen abgesagt hatte. Dafür erklärte sich Pastor Stephan Liebner bereit, den zahlreichen anwesenden Kaffee-Gästen ein Bild von Äthiopien zu zeichnen und auf Fragen zu antworten.
Die Organisatorin des Elzer „Cafés zur Marktzeit“ ist Brigitte Dittmann, die genauestens abstimmt, welche Damen in welcher Woche für den jeweiligen Donnerstag Torten und Kuchen backen. Das das immer vorzüglich klappt, merkt man daran, dass die Gesamterlös für Kaffee und Kuchen, sowie Erzeugnisse aus Äthiopien innerhalb von 23 Jahren ein Spendenaufkommen in Höhe von 30.000 Euro erzielt hat. Mit dabei sind auch Erträge aus dem Erlös der Waren aus „fairem Handel“, die allwöchentlich angeboten werden.
Zunächst hatte sich die evangelische Gemeinde in Elze dafür stark gemacht, nach der allgemeinen Abholzung des Regenwaldes für den Neuanbau von Bäumen, die in Wäldern beheimatet sind, zu sorgen. Liebner konnte dazu berichten, dass es Stimmen in Äthiopien gibt, die heute sagen: „Wir haben gar nicht gewusst, was für ein Idyll ein Wald ist und was für eine wunderbare Atmosphäre im Wald herrscht. Das können wir jetzt genießen“.
Ein Tischler hat 3 Millionen Bäume gepflanzt in Äthiopien, das sind schon kleine Wälder wo die Luft angenehmer ist, weil ein Mikroklima herrscht. Er kauft auch für sich Pflanzen und baut sie an, „das tut uns gut fürs Klima“, so der Tischler. Die wirtschaftliche Komponente ist auch nicht zu verachten, denn langfristig kann man nach dem Durchforsten Holz verkaufen in 20-25 Jahren, wenn ein Baum soweit ist. „Man braucht allerdings einen langen Atem für solche Projekte“, sagt Pastor Liebner.
Das Projekt ist inzwischen vorbei, weil ein großer Bestand an Bäumen seit 23 Jahren im Wachstum ist. Daher hat sich die Missionsstation dafür stark gemacht, ein anderes Projekt zu unterstützen und zwar die Prävention gegenüber der „Genitalien-Verstümmelung“, die ganz bitter für die Frauen von Äthiopien ist. Doch Mütter und Großmütter sagen den jungen Frauen: „Du musst diese Beschneidung erlauben, das ist unsere Kultur“. Pastor Liebner aber sagt dazu: “Selbst der Staat verbietet diese gefährliche Beschneidung die anschließend zugenäht wird. Dadurch entstehen Krankheiten und Geschwüre, das ist hoch gesundheitsschädlich“.
Das Elzer Cafe zur Marktzeit aber ist ein schöner Treffpunkt an jedem Donnerstag. Dann kann man sich bei Kaffee und Kuchen über „Gott und die Welt“ unterhalten. „Der geistige Anteil ist immer dabei“, so Liebner, „weil man anschließend ein Institut mit dem Geld unterstützen kann, um Menschen in einer anderen Welt zu helfen. Wir helfen auch Menschen in einem Hospiz. Wir schauen dabei weltweit, denn auch der Kaffee der hier ausgeschenkt wird, kommt von weither, Es ist immer gut, wenn Menschen über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen, und mal sehen, wie es anderen geht“,lobt Liebner.
Die Kaffee-Spezialitäten stammen aus „fairem Handel“ und so kann man sich mehr Wissen über die intelligenteste Pflanze der Welt anlesen“. Äthiopien ist die Heimtag des Kaffees. Auch heute noch zählt Kaffee aus Äthiopien zu den absoluten Premium-Kaffees. In Höhenlagen von über 1.000 m wachsen die begehrten Qualitätsbohnen, die zu den Besten der Welt zählen. Kaffee aus Äthiopien ist unverwechselbar in Duft und Geschmack Durch schonende Langzeitröstung gelingt es, diese besonderen Charaktereigenschaft noch zu betonen. Pastor Liebner bedankte sich herzlich für die neuerliche Spende in Höhe von 2.000 € mit einem lieben Gruß von Frau de Bona. Sie dankt der Elzer Kirchengemeinde für den Kontakt zu dem Land Äthiopien. „Es ist ein bemerkenswertes tolles Projekt“.

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