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Bericht vom 21.08.2018:
Weiblicher Blick auf die Stadt Hildesheim
Region - „Raum greifen und Platz nehmen“ war das Motto unter dem die neue Baudezernentin Andrea Döring Frauen aus Stadt und Landkreis in die Stadt Hildesheim eingeladen hatte. In dem Jahr wo 100 Jahre Gleichberechtigung gefeiert werden konnten auf verschiedenen Ebenen, hat die neue Baudezernentin Andrea Döring einen Vortrag ausgearbeitet über die unterschiedlichen Sichtweisen von Frauen und Männern auf eine Stadt- hier insbesondere „Hildesheim“. 97 anwesende Frauen im Foyer der Stadt Hildesheim waren gespannt auf den Vortrag und äußerten sich anschließend in einem Talk ganz persönlich zu verschiedenen Details, was mit einem Imbiss und Umtrunk dann seinen Ausklang fand. Veranstaltet wurde der Abend mit anschließendem Talk, den Renate Pischky-Winkler, Stadt Hildesheim, leitete, von den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Karin Jahns und dem Landkreis und Angela Gewecke zusammen mit dem Business und Professional (BPW) Women Club Hildesheim, Soroptimist International Club und dem Zonta Club Hildesheim, als Netzwerk für Frauen. Wer sich damit schon auseinandersetzt hat, stellt fest, dass Frauen nicht auf dem auf dem gleichen Standpunkt stehen wie Männer, allein wenn es um „Angsträume“ geht, die Männer schlecht nachvollziehen können. Allerdings kann man inzwischen Männer auch in diesem Punkt erfolgreich um Verständnis bitten.
So hat die Dezernentin Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr der Stadt Hildesheim, die das Amt im Oktober 2017 von einem Mann übernommen hat, nach einer ununterbrochenen Kette einer bis dato anerkannten „Männerdomäne“ sich bereits seit 11 Monaten eingearbeitet und bezeichnet Hildesheim als eine sehr liebenswerte Stadt.
Begrüßt wurden die Damen von Frau Karin Jahns, die sich freute, den Bürgermeister der Stadt Hildesheim Ekkehard Palandt als einzigen Mann begrüßen zu können unter 97 Frauen und dazu die Ehrenbürgerin der Stadt Hildesheim Dr. Lore Auerbach, sowie die stellv. Landrätin Waltraud Friedemann, Dagmar Holst aus dem Landtag, sowie die Staatsanwältin Petra Herzog. Sie lobte Frau Döring, als kompetente erfahrene Dezernentin und als „Frau mit Bodenhaftung“., Bürgermeister Ekkehard Palandt richtete einen herzlichen Gruß an die Damen, die inzwischen schon viele gute hohe Ämter bekleiden. „Da brauchen wir nicht mehr soviel zu kämpfen“, sagte er schmunzelnd. Wenn Männer und Frauen im Rathaus an einem Strang ziehen, aber in dieselbe Richtung, dann muss ihr Plan sein, dort weiterzumachen, wo wir vor 100 Jahren angefangen haben. Ich achte Ihre Arbeit aus weiblicher Sicht auf die Stadt, bin allerdings heute Abend auch der „Hahn im Korb“. Hildesheim ist doch gut aufgestellt, Mehrere Frauen sind Vorsitzendes der Ausschüsse. Bei 84 Männern waren früher nur 5 bunte Kleider auf den Fotos. Die vielen Damen haben auch heute Abend viel Sonnenschein ins Rathaus gebracht. Angela Döring begann ihren Vortrag und nannte die Überschrift „ein wichtiges Thema“: Raum greifen und Platz nehmen über die weibliche Sicht auf die Stadt, Dann teilte sie ihren einstündigen Vortrag in 11 Punkte auf. „Wie haben wir Frauen Dinge gesehen und auf den Weg gebracht? Dazu gehören Planungsprozesse und die Stellung der Frauen, und das auch aus soziologischen Aspekten. Frauen sind unterschiedlich implementiert. Wir brauchen die Sichtweisen anderer Menschen um unsere Ziele in der Stadtentwicklung zu verwirklichen“, sagt Frau Döring. Dann stellte sie die Frage: „Brauchen wir das noch? Es ist zu einer Zeit gefasst worden, als das Planungsgesetz geschrieben wurde. In 1999 gab es die Amsterdamer Verträge „Gender Mainstraem“.als Technik zum Thema in der Verwaltung wurde. 2004 wurden Belange der Gleichstellung aufgenommen. 1999 Gender Mainstream eingeführt in Niedersachsen, das war sehr beachtlich. Frauenbelange und Gleichstellung. Dann wurde die Frauenbeauftragte gewählt und die Gleichstellungsbeauftragte. Das war ein langer Weg. Frauen haben andere Sichtweisen durch die Familienarbeit. Dann kam die Aufgabe am Herd, entweder mit Arbeitsteilung oder auch nicht. Das war eher eine Nutzungsmischung. Kindergärten und Schulen sollten in kurzen Wegen erreicht werden können. Das erleichtert die Arbeit der Eltern, denn ¼ sind heute alleinerziehend. Nur 3% der Männer sind Alleinerziehende. Dann ging es um die Infrastruktur und die gute Versorgung der Senioren. Die gesellschaftliche Stellung der Frauen in Hildesheim wurde weiblicher. Im Bauderzernat sind wir heute 4 Frauen und 4 Männer. Dann ging sie auf Themen ein wie Kulturhauptstadt, Stadtentwicklung, Mobilität Wiederaufbauarchitektur, hinzu kommt die Planung für das Thema „Stadtgrün“ mit dem Gebiet der Wallanlagen für die mittelalterliche Stadt und der Ausbau des Hohnsen-Sees und mit dem Ernst-“Ehrlicher Park“ mit Wallanlagen, mit der Sedanallee und einer zu entwickelnden künftigen Seepromenade. Dazu gibt es einen Arbeitskreis Innenstadt mit 2 sozialen Stadtteilen und einem Nachbarschaftsladen. Ein neues interessantes Projekt entsteht am „Ostend“. Hier hat man einen Zirkel eingerichtet, der nur vom Umfang her existiert, und wo jeder seine Raumaufteilung anders vornehmen kann in Eigengestaltung. Interessant ist auch, dass Hildesheim eine Stadt mit viel Radverkehr werden soll. Mit einem Green-City-Plan, und einer ÖPNV-Flotte. Hildesheim- Arbeitsplatzschwerpunkt, familienfreundliches Hildesheim, Freizeitaktivitäten - Fahrradstadt oder Fußgänger-Stadt - Stadt der klimaneutralen Nahmobilität „Hildesheim liebenswerte Stadt durch ihre alte Kultur“. Dann entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die Renate Pischky-Winkler aus der Stadtverwaltung Hildesheim am Mikrophon bündelte. Andrea Döring äußerte dazu: “Ich fühle mich in Hildesheim sehr wohl, Sie alle haben mir das leicht gemacht!“
Döring lud die Damen ein, sich mit ihr am Stadtspaziergang zu beteiligen, um sich an den markanten Punkten über die Pläne direkt zu unterhalten. An den künftigen Spaziergängen nehmen neben der Stadträtin nehmen 14 Frauen und 7 Männer teil. Über 23 Studentinnen studieren Bauwesen, das könnte und sollte sich noch steigern lassen, wenn Frauen sich für Bauwesen interessieren. Zu Wort meldeten sich u.a. Almuth von Woedtke, die ein geschlechtergerechtes Planen einfordert und die Architektin Ulrike Schaper aus Sehlem u. a.
„Ich glaube es hat sich verändert, auch mit den Angsträumen, so Döring. Frauen haben heute oft einen Mann ambulant bei sich aber nicht mehr stationär. Niedrige Einkommensgrenzen der Frauen und Wohnraum-Not ist ein wichtiges Thema. „Wir müssen der Wohnungsbaugesellschaft ein Angebot unterbreiten“, sagt sie. „Dann müssten auch mal die Wohlfahrtsverbände ins Rathaus eingeladen werden.“

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