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Bericht vom 31.08.2020:
Patronatsfest von St.Marien Mehle als Freiluftgottesdienst
Mehle - Seit dem 5. Jahrhundert wird in der katholischen Kirche und vielen anderen Kirchen wie in der orthodoxen Kirche und in der armenisch–apostolischen Kirche „Mariäs leibliche Aufnahme in den Himmel“ am 15.8. gefeiert. In manchen Staaten ist das sogar ein gebotener Feiertag. Es gibt auch noch andere Bezeichnungen wie „Heimgang Mariens“ und „Vollendung Mariens.“ So trafen sich auch 30 Katholiken im Garten der St.Marienkirche zu Mehle, um dieses Fest mit einer heiligen Messe unter freiem Himmel zu feiern, das gleichzeitig das Patronatsfest der „St.Marien-Gemeinde“ ist. Mit großem Abstand und Sicherheitsvorkehrungen wurde die Messe von Kaplan Andreas Mühlbauer und Diakon Jens Pohl gefeiert. Die Hammondorgel spielte Guido Langer.
Ein Fest, wie in all den anderen Jahren wurde vom bischöflichen Stuhl nicht genehmigt. Im Zentrum des Gedenktages steht der Glaube, dass Maria, die Mutter Jesu, wegen ihrer einzigartigen Verbindung mit der „Erlösungstat“ Jesu Christi als die „Ersterlöste“ an der Auferstehungsgestalt Jesu Christi teilnimmt und dass bei ihr die allen Menschen von Gott versprochene Zukunft des ganzen Menschen mit Leib und Seele in einem ewigen Leben bei Gott bereits vorweggenommen ist.
In den Ostkirchen trägt das Fest den Namen „Hochfest des Entschlafens der allheiligen Gottesgebärerin“, in der syrisch-orthodoxen Kirche auch „Entschlafung“ der hochheiligen Meisterin unser, der Gottesgebärerin. Die Ostkirchen begehen das Fest am 15. August des griechisch-orthodoxen und gregorianischen Kalenders, oder wie die russisch-orthodoxe Kirche und die sogenannten Altkalendarier, am 15. August des julianischen Kalenders, der dem 28. August des gregorianischen Kalenders entspricht. Die armenisch-apostolische Kirche feiert es an dem Sonntag, der dem 15. August am nächsten liegt. Im Generalkalender der römisch-katholischen Kirche hat es den Rang eines Hochfestes.

Theologischer Hintergrund

Das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel wurde im 5. Jahrhundert von Bischof Kyrill von Alexandrien eingeführt. Er legte es zum Zuge der Christianisierung auf den 15. August, das wichtigste römische Fest „Feiertage des Augustus“. Der 15. August war von da an im ganzen römischen Reich Feiertag. Das neue Testament berichtet nichts von einer leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Einige Schriftstellen werden als Hinweise darauf gedeutet (vergleiche etwa Offenbahrung 12,1 und Krönung Mariens). Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius dem XII in der apostolischen Konstitution Munificentissimus Deus als Dogma verkündigt. In die Lauretanischen Litanei wurde die Anrufung „Du Königin, in den Himmel aufgenommen“, eingefügt. Das von Papst Pius XII im Jahr 1954 eingeführte Fest „Maria Königin“ wurde 1969 auf den 22. August, den Oktavtag des Maria-Himmelfahrts-Fests, verlegt.
Apokryphe Evangelien enthalten ausführliche Darstellungen der Entschlafung Mariens. Die Apostel seien von ihren Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias entrückt worden; verschiedene Traditionen nennen Jerusalem oder Ephesus. Sie hätten Maria nach deren Tod bestattet – auch der Leichenzug mit Straf- und Heilungswundern an jüdischen Zuschauern wird beschrieben – und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Aber sofort sei Christus mit den Engeln erschienen, hätte den Stein weggewälzt und Christus habe Maria herausgerufen. Diese Niederschrift, die wahrscheinlich auf die verlorengegangene Schrift „Transitus Mariä“ („Hinübergang Mariens“, geschrieben um 400) zurückzuführen ist, wurde besonders für die liturgischen Texte der byzantinischen Kirchen wichtig.
Auch wenn umgangssprachlich im Deutschen der Ausdruck „Mariä Himmelfahrt“ geläufig ist, ist das Festgeheimnis der Aufnahme Mariens in den Himmel von dem der Himmelfahrt Christi zu unterscheiden. In vielen Sprachen werden daher zwei verschiedene Bezeichnungen benutzt. In der lateinischen Sprache und in der romanischen Sprache.
Das Fest trägt auch den schon früher bezeugten lateinischen Namen Dormitio Mariä. Auf der Festikone nimmt Jesus die Seele Marias in Empfang.
Viele große Maler haben sich an dieser Himmelfahrt mit wertvollen großen Malereien beteiligt. Ein sehr imposantes Werk stammt von dem Maler Tizian aus dem Jahre 1516. Ein unbekannter tschechischer Maler hat die Entschlafung Mariens im Jahre 1340-1345 imposant dargestellt. Ein drittes Gemälde in rot und gold gehalten zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel, gemalt von Eduard von Steinle. Das Hochaltar-Gemälde schmückt die fürstliche Hauskapelle von Schloss Löwenstein.

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