Elzer-Spiegel - Portal für die Stadt Elze mit Mehle, Sehlde, Esbeck, Wülfingen, Sorsum und Wittenburg, den Flecken Eime und die Region Leinebergland im Landkreis Hildesheim

-Aktuelles aus den Ortsteilen:
Einladung zum „Entdeckertag“ am CJD Elze
Elze - Die CJD Christophorusschule Elze lädt alle interessierten Viertklässlerinnen und Viertklässler mit ihren Familien herzlich ein, am Samstag, den 26.09.20, ab 8.00 Uhr die Schule zu entdecken. Aufgrund der besonderen Umstände durch COVID19 und der damit einhergehenden Hygieneregeln und Sicherheitsmaßnahmen wird die Veranstaltung in diesem Jahr in zwei zweistündigen Blöcken mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden. Der erste Block beginnt um 8 Uhr, der zweite um 10:45 Uhr. Nach einer kurzen Begrüßung werden die Viertklässler über das Gelände und durch die Gebäude geführt. Dabei können sie an verschiedenen Mitmach-Stationen die Schule kennen lernen. Naturwissenschaften zum Anfassen gefällig? Oder wie wäre es mit Musik zum Ausprobieren? Kunst selber machen? Am Entdeckertag kein Problem. Begleitet werden die ViertklässlerInnen von Mitgliedern des Lehrerkollegiums und der Schulleitung. Die Eltern können in der Zwischenzeit Getränke und Snacks genießen und mit weiteren Mitgliedern der Schulleitung und des Kollegiums individuelle Fragen klären. Ende der Veranstaltung wird etwa gegen 10 Uhr (Gruppe 1) bzw. gegen 12:45 Uhr (Gruppe 2) sein. Bitte melden Sie sich für den Entdeckertag verbindlich bis zum 19.09.20 unter Angabe der Grundschule, die Ihr Kind zurzeit besucht, im Schulsekretariat des CJD Elze an. Die Kontaktdaten (Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer) aller Kinder und Begleitpersonen (maximal zwei Begleitpersonen pro Kind) müssen bei der Anmeldung angegeben werden. Die Anmeldung erfolgt bitte nur per E-Mail: natascha.kraus@cjd-elz.de. Eine Einteilung in die Gruppen erfolgt nachdem die Teilnehmerzahl abschätzbar ist.Die Rückmeldung erfolgt zeitnah per E-Mail. Nachträgliche Meldungen werden nach Möglichkeit noch berücksichtigt. Das CJD Elze freut sich auf Euren Besuch!

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Wolfgang Schurmann neuer Bürgermeister
Elze - Wolfgang Schurmann ist der neue Bürgermeister von Elze. 2245 Wähler entschieden sich für den parteilosen Kandidaten, der von der CDU unterstützt wurde. Damit konnte er mit 52,67 Prozent die Wahl souverän für sich entscheiden. Andreas Baxmann (SPD) erhielt 1250 Wahlkreuze (29,33 Prozent) und Ulrich Bantelmann (UWE) wählten 767 (18 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 58,36 Prozent. So das vorläufige Ergebnis von Sonntag Abend. Die einzelnen Wahllokale.

NDR: Wolfgang Schurmann ist neuer Bürgermeister.

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Holz-Kreuz aus Alfelder Wald als treuer Begleiter
Elze - Was ist Ihnen heilig? Dass war die Frage, die kürzlich in der Katholischen Kirchenzeitung beantwortet werden sollte. Maria Kaufhold aus Elze, die 40 Jahre katholischen Religionsunterricht an der Elzer Schule erteilt hat, fühlte sich angesprochen und ließ einen Artikel in der Katholischen Kirchenzeitung abdrucken mit dem Foto ihres selbstgebastelten Kreuzes aus Hölzern des Waldes bei Alfeld/Leine. Grund dafür war, dass in ihrem Zimmer während der Studienzeit an der Hochschule kein Kreuz an der Wand war, sie aber fest verwurzelt in ihrem Glauben war und ist. Daher hat sie sich zu helfen gewusst und sich ein einfaches Kreuz selbst gebastelt. Maria Kaufhold ist in 1935 in Wolfenbüttel geboren und aufgewachsen. Nach der Schulzeit in der Grund- und Oberschule an der Anna-Vorwerk-Schule absolvierte sie ein dreijähriges Studium an der Pädagogischen Hochschule in Alfeld. Danach fielen die Würfel für eine Anstellung als Lehrerin und sie kam an die Elzer Grundschule. Hier blieb sie 40 Jahre von 1958-1998 bis zu ihrer Pensionierung. Sie unterrichtete sämtliche Fächer, darunter auch Musik und katholische Religion. Dabei gestaltete sie den Unterricht immer sehr anschaulich und unternahm mit den Kindern auch Wanderungen und Ausflugsfahrten in den Herbstferien durch die Natur. Das selbst gebastelte Kreuz aber ist nicht aus ihrem Leben mehr wegzudenken und so hat es alle ihre Umzüge bislang überstanden. Und das innerhalb von 65 Jahren. Noch heute schmückt das Kreuz ihr Schlafzimmer und wenn sie mal nicht mehr leben sollte, soll das Kreuz als Grabbeigabe dienen.

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Wisentgehege: Jahreskartenaktion im September
Elze - Das Wisentgehege in Springe verkauft unter dem Motto „Pack die Preise bei den Hörnern“ vom 01. bis zum 30. September Jahreseintrittskarten mit satten Rabatten: Erwachsene zahlen nur noch 30 statt 40 Euro. Die Familienjahreskarte ist sogar für nur 90 statt 110 Euro zu haben. Ermäßigte Jahreskarten für Kinder, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung kosten 20 statt 25 Euro. Die Kitz-Card ist für 25 statt 30 Euro zu haben und die Große Kitz-Card kostet sogar nur 50 statt 70 Euro. Die saugünstigen Jahreskarten gibt es an der Kasse des Wisentgeheges und über die Homepage des Wisentgeheges. Bitte den gekauften Gutschein ausdrucken und an der Kasse abgeben. Außerdem hält die Tourist-Info Hannover die reduzierten Jahreskarten vorrätig.

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Sommerpokal am Alt Herren Abend des SC Elze
Elze - Am 1. Donnerstag im August wurde der Sommerpokal im Rahmen des Altherren – Abend ausgeschossen. Dieser Pokal wurde von Dieter Milte im Jahr 2008 gestiftet, aber schon von Hartmut Wittke 2015 endgültig gewonnen. Nun stiftete Hartmut Wittke den neuen Sommerpokal in 2016. Geschossen wird mit dem KK Gewehr aufgelegt auf 50 m. Zunächst werden nach 5 Schuss Probe 10 Schuss auf die normalen Wertungsscheiben abgegeben, dann kommt das „Sahnehäubchen“: 5 Schuss auf eine uralte 12er Luftgewehr Ringscheibe. Diese Scheibe führt dazu, dass jemand, dessen Augen nicht sehr gut sind, das kleine Schwarze in 50m Entfernung nicht mehr sehen kann und schätzen muss, wo die Mitte liegt. Hartmut Wittke konnte den Pokal in diesem Jahr mit 149,4 Ringen bekommen – es folgten Heinz Schuler (144,2 – Vorjahres Sieger) und Frank Schachtschneider (139,0). Beim anschließenden Essen, unterstützt von gekühlten Getränken, wurde gefachsimpelt, warum man in diesem Jahr den Pokal nicht selber bekommen konnte – nur in diesem Jahr mit dem erforderlichen Corona Abstand. Text und Foto: Ralf Lorenz

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SC Elze: Ritter-Pokal
Elze - Am Alt – Herren – Abend im Juli dieses Jahres wurde der Ritterpokal im Schützenclub Elze ausgeschossen. Carsten Bartels vom Rittergut stiftete diesen Pokal und gab ihm auch den Namen. Er wird mit dem KK Gewehr aufgelegt ausgeschossen. 5 Schuss auf die normale Ringscheibe und anschließend 5 Schuss auf eine Glücksscheibe. Ralf Lorenz hatte den Pokal 2019 für ein Jahr bekommen, konnte ihn aber nicht verteidigen. Heinz Schuler (der einzige, der bisher auf der Glücksscheibe 3 x 100 Punkte traf) gewann den Pokal mit 344 Punkten vor Hartmut Wittke (243 Punkte) und Frank Schachtschneider (146 Punkte). Nach dem Pokalschießen wurde gefachsimpelt (in diesem Jahr zum ersten Mal unter Corona Bedingungen), wie es dem Einzelnen im nächsten Jahr möglich sein wird, diesen Pokal zu gewinnen. Text und Foto: Ralf Lorenz

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Heinemann-Pokal ausgeschossen in Elze
Elze - Im Rahmen des Alt-Herren-Abend im März im Schützenclub Elze fand das Jochen-Heinemann-Gedächtnis-Pokal-Schießen zum 1. Mal statt. Jochen Heinemann war ein Urgestein im SC Elze. Er war Wiedergründungsmitglied im Jahre 1951 und 42 Jahre lang Schatzmeister. Daneben kümmerte er sich um die „Alten Herren“ und war jeden Samstag zum Arbeiten im Schießstand. Er war Ehrenmitglied im SC Elze und verstarb Anfang 2019.
Es wurden 5 Schuss mit dem Luftgewehr stehend aufgelegt abgegeben. Die Berechnung erfolgt so: Der 1. und 2. Schuss müssen so gut wie möglich werden, sie werden addiert. Der 3. Schuss muss möglichst klein sein, er wird von der vorherigen Summe abgezogen. Der 4. Schuss muss wieder so gut wie möglich sein - mit ihm wird das bisherige Ergebnis multipliziert. Der 5. Schuss muss wieder so klein wie möglich sein - das vorherige Ergebnis wird durch ihn geteilt. Sieger ist, wer zum Schluss das größte Ergebnis hat. Eine kleine Einlage für Schummler besteht auch noch: wer weniger als eine „1“ schießt, bekommt beim 3. oder 5. Schuss automatisch eine „10“.
Die Alten Herren des SC Elze waren mit 9 Personen an diesem Abend vertreten. Hartmut Wittke konnte den Wanderpokal, der in diesem Jahr zum 1. Mal ausgeschossen wurde, mit 138,09 Ringen für ein Jahr in Besitz nehmen, gefolgt von Michael Rössing (67,14) und Frank Schachtschneider (63,75).
Nach dem Schießen wurde noch gespeist und bei kühlen Getränken beratschlagt, warum man selber den Pokal in diesem Jahr nicht gewonnen hat…

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Ralf Lorenz bester Elzer Schütze
Elze - Der 1. Durchgang 2020 des A-E-G Schießen der Alten Herren des Schützenclub Elze fand Anfang März in Greene statt. A-E-G bedeutet: Alfeld – Elze – Greene
Damen und Herren ab der Altersklasse schießen aus diesen drei Orten jedes Jahr 3-mal. Einmal in jedem der drei Orte und beim 4. Mal beim Abschlussessen im Winter abwechselnd mal hier und mal dort. Insgesamt war es der 106. Durchgang.
In Greene wurde also mit dem Zimmerstutzen geschossen.
Es ist egal, welcher Verein wie viele Schützinnen/ Schützen mitbringt, die Vereinswertung ergibt sich aus der Anzahl des Vereins, mit den wenigsten Schützen.
Beispiel: Elze hatte 12, Alfeld 10 und Greene 14 Teilnehmer, daher galt als Mannschaftsergebnis die Summe der 10 besten Schützen. Elze konnte beim Zimmerstutzen Schießen in der Mannschaft 882,6 Ringe erzielen, hinter Greene (925,1 Ringe) und Alfeld (884,3 Ringe). Das hört sich erst einmal nicht so gut an, wenn man aber bedenkt, dass Elze in den letzten 4 Jahren den Pokal jeweils am Jahresende gewonnen hatte, bleiben die Elzer noch gelassen.
Besonders gefreut hat sich aber Ralf Lorenz, holte er doch erstmals den Pokal des besten Elzer Schützen in Greene.

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Gebete für Simbabwe in Afrika
Elze - Der Weltgebetstag der Frauen 2020 kommt aus dem südafrikanischen einstigem Großreich Simbabwe (Der Reichtum war ungefähr vom 13-15. Jahrhundert). Dort hat sich aus einer Gruppe von ca. 30 Frauen das Weltgebetstags-Kommitees gebildet. Dieser Tag wird alljährlich in guter Ökumenischer Gemeinschaft begangen mit Gebeten und Liedern und auch mit dem Angebot von landestypischem Speisen aus dem Herkunftsland, das hier gekocht wurde. Jedes Jahr wird ein anderes Land, dass der Hilfe bedarf, in den Vordergrund gestellt. Dazu werden Geldspenden gesammelt und auch eine Liste an die Politik gesandt mit allen Teilnehmer/innen, die Fürsprache einlegen. Veranstaltet wird dieser Gottesdienst am Weltgebetstag in vielen Gemeinden durch evangelische und katholische Gemeinschaftsarbeit, wie auch in Mehle, wo das Zusammentreffen in der katholischen St. Marienkirche für viele Besucher gestaltet wurde. Die Hoffnung liegt auf dem gemeinsamen Gebet hier und in Afrika. An der Gestaltung in Mehle wirkten 10 Christen mit und Volker Kraatz aus Sehlde begleitete die ausdrucksvollen schönen Lieder aus Simbabwe auf der Gitarre.
In Simbabwe gibt es eine Deutsch-Simbabwische Gesellschaft (DSG). Das Augenmerk liegt dabei auf der Förderung des Austausches zwischen Menschen aus Deutschland und Simbabwe. Die Gemeinschaft versteht sich als Forum der Begegnungen, das dazu beitragen will, Kontakte und Freundschaften zwischen den Bürgerinnen und Bürgern sowie Einrichtungen der beiden Länder zu schaffen und zu vermitteln, zu fördern und zu pflegen und zwar auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen.
Das ehemals sehr reiche Land handelte einst unter anderem mit Elfenbein, Gold und Hirse. In den 1890er Jahren kam es unter britische Herrschaft. Erst am 18. April 1980 führte ein mehrjähriger Befreiungskrieg zur Unabhängigkeit. Auf dem ersten Präsidenten Robert Mugabe ruhte für die Bürger eine große Hoffnung, doch er etablierte ein autoritäres repressives Herrschaftssystem. Seit 2000 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise. Nahrungsmittel verteuerten sich, Devisen fehlten für den Import und die Inflation stieg ins Unermessliche. Es begann eine bis heute anhaltende massive Abwanderung. 2017 wurde Mugabe durch einen Militärputsch von Emmerson Mnangagwa abgelöst. Die Wahlen im Juli 2018 gewann er wahrscheinlich mithilfe von Manipulationen. Im Jahre 2019 erreichte die Wirtschaft einen neuen Tiefpunkt.
Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dennoch dominieren-vor allem auf dem Land- noch immer, Polygamie, Zwangsverheiratung und vielfältige Diskriminierung. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen kämpfen für eine Umsetzung der Rechte der Frauen für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände. Sie haben allerdings noch einen langen und steinigen Weg vor sich. In diesem Land gibt es drei verschiedene Ethnien (Shona 70%) und weitere kleinere Gruppen. Der Namensgeber für die britische Kolonie Rhodesien war Cecil Rhodes. Es erfolgten viele Einwanderungen von weißen Händlern und Farmern. Nach 1945 war die Einwanderung von europäischen Flüchtlingen unerwünscht, so kam nach 1945 keine weiße Bevölkerung mehr dazu. Seit 1965 war Simbabwe eine britische Kolonie. Die soziale und politische Lage verschlechterte sich.
Heute leben weniger als 20.000 Europäer im Land. Die Lebenserwartung sank auf 44 Jahre, heute ist der älteste Bürger im Land wieder 61 Jahre. Weltweit gehört Simbabwe zu den von HIV und AIDS am stärksten betroffenen Ländern. Rund ein Siebtel der erwachsenen Bevölkerung ist von der Krankheit betroffen. 90-95% der Bevölkerung sind Christen und besuchen den Gottesdienst. Weniger als 1% sind Muslime. Es gibt im Land 16 gleichberechtigte Amtssprachen.
Die ca. 30 Schwestern aus Simbabwe, die zum Weltgebetstag-Komitee zählen und das 24 Blatt starke Begleitheft mit auf den Weg brachten mit deutschen Texten und vertonten Liedern, mussten Teile der Texte der Regierung zur Prüfung vorlegen. Dennoch wird die hohe Auszeichnung als ausgewähltes Land überall gefeiert von christlichen Kirchen, Universitäten, Schulen und anderen Einrichtungen. Die Frauen haben Briefe geschrieben, die in dem Prospekt abgedruckt sind. „Gemeinsam sind wir auf dem Weg zur Gerechtigkeit und gemeinsam stehen wir vor Gott. Deshalb wollen wir Euch was erzählen. Wir haben in unserem Land eine vielfältige Bevölkerung mit einer langen Geschichte. Von dem alten Reich Groß-Simbabwe bis heute könnten wir euch Vieles berichten. Wir haben um unsere Unabhängigkeit von den Kolonialmächten gekämpft, und dann für die Bildung unserer eigenen Regierung, getragen von der Mehrheit der Bevölkerung. Und doch: Bei früheren Wahlen kam es immer wieder zu politisch motivierter Gewalt. Unsere Anstrengungen alle Parteien in einen Prozess der Wahrheit und der Versöhnung einzubinden, brauchen mehr Zeit, als die meisten Leute gehofft hatten. Die bewaffneten Konflikte führten zu tiefen Verwundungen, die die Gesellschaft in Simbabwe bis heute belasten. Wie viele von euch wissen, war das Jahr 2017 ein Wendepunkt. Es gab Veränderungen in der Regierung. Viele Menschen, ökumenische Organisationen und Kirchen haben sich aktiv für den friedlichen Übergang eingesetzt. Und tatsächlich, an den Wahlen im Juli 2018 haben sich viele Menschen beteiligt, besonders junge Leute. Viel wählten zum ersten Mal.
Friedlich gingen wir zu den Wahlurnen. Aber leider spitzten sich die Spannungen danach wieder zu. Was können wir tun in einer solchen Situation? Wir hören nicht auf zu beten und miteinander zu lernen, wie wir Frieden stiften können. Wir stehen ein für Versöhnung in unserem Land.“
Eine zweite Sprecherin aus Simbabwe erläutert in ihrem Brief weiter: „Liebe Freundinnen und Freunde in aller Welt. Ihr wollt sicher wissen, wie wir in Simbabwe leben. Kaum jemand von uns hat eine feste Arbeitsstelle. Wir haben Mühe, das Lebensnotwendige für unser Familien zu beschaffen. Auf dem Land sind viele Frauen für die Familie allein verantwortlich. Aber sie haben nichts, um sie satt zu bekommen. Die Männer sind auf der Suche nach Arbeit in die Städte oder zu den Bergwerken weggezogen. Die unverheirateten Männer und Frau sind ausgewandert, um in den Nachbarländern und überall auf der Welt Arbeit zu finden. Dort bekommen sie die weltweite Stimmung gegen Migranten und Migrantinnen zu spüren. Das macht das Leben schwer. Auch ist viel Negatives über unser Land zu hören. Aber wir sind überzeugt, dass wir das ändern können und auch stolz auf unser Land Simbabwe sein dürfen. Denn wir haben auch viel Gutes. Wir schätzen unsere Kultur, die auf Gemeinschaft aufbaut und den starken Familienzusammenhalt, auch wenn Individualismus und häusliche Gewalt vielen Familien zusetzen. Das Bewusstsein und der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit wachsen und es gibt jetzt Gesetze, die Frauen vor Gewalt schützen. Frauen, die Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Beeinträchtigungen haben, sind meist auf sich allein eingestellt. Zum Beispiel können autistische Kinder nur selten spezielle Schulen besuchen. Oft müssen sogar die Kinder die Verantwortung für die Familie übernehmen, weil sie ihre Eltern durch „AIDS“ verloren haben. Viele von uns brauchen Unterstützung. Wir warten darauf, dass endlich die sozialen Dienste ausgebaut werden. Wir brauchen mehr Schulen und Bildungsangebote.

Simbabwe ist Englisch und heißt „Steinhäuser“ in der Sprache der Shona, des ehemaligen Südrhodesiens. Es ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. In Südafrika sind Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet. Im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen nahm Simbabwe 2019 unter 189 Ländern, den Platz 150 ein. In der Rangliste des „Happy Planet Index“ der New Economics Foundation in Zusammenarbeit mit Friends of the Earth belegt Simbabwe in zwei aufeinanderfolgenden Studien in 2006 und 2009 den letzten Platz. Es hat keinen Zugang zum Meer. Es liegt zwischen Botswana, Sambia, Mosambik und Sambesi und hat eine Fläche von 390.000 qkm.(etwa Deutschland und Belgien zusammen). Die Hauptstadt heißt Hurare. Es herrscht ein subtropisches Klima mit feuchtem, teilweisen schwül-heißem Sommer bis 35 Grad. Im Winter herrschen gemäßigte Nachtfröste von 5 Grad minus. Der Klimawandel hat sich auch hier schon gezeigt mit dem Rückgang des Niederschlages und einer Zunahme von Dürren und Hitzeperioden. Das Land verfügt über drei schöne Nationalparks. Es ist von einer Trockensavanne bedeckt, ds Gras ist in der Trockenzeit braun und verdorrt.
Die heimische Goldindustrie leidet unter den diktatorischen Machtstrukturen und der Korruption. Ein Großteil des geförderten Goldes gelangt mittlerweile auf illegalem Wegen ins Ausland. 2004 wurden offiziell 17 Tonnen Gold in Simbabwe registriert. 2013 waren es lediglich noch 900 Kilogramm. Die Wirtschaft Simbabwes 1997 war das Land eines der wirtschaftlich stärksten Afrikas, 2015 wächst es mit prognostizierten 1,5% schwächer als all seine Nachbarn. 1998-2008 schrumpfte die Wirtschaftsleistung um etwa die Hälfte. Ende 2008 waren aufgrund von Hyperinflation, Devisenknappheit, fehlender Investitionen, Import- und Exportrestriktionen und Energieknappheit alle Wirtschaftsbereiche nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Massive Umsatzeinbußen waren die Folge. Die Kriegsverwicklung mit der Demokratischen Republik Kongo hat der Wirtschaft Devisen im Wert von mehreren hundert Mio. US-Dollar entzogen. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 80%, in 2009 auf 95%, wieder stand Simbabwe in 2016 im Wettbewerb von 138 Ländern auf Platz 126, in 2017 sogar auf 175 von 180 Ländern.
Bei einem gemütlichen Beisammensein der Teilnehmer beim Verzehr von südafrikanischen Speisen war der Ausklang des informativen Abends sehr positiv und es wurde noch lange über das Gehörte gesprochen und nachgedacht.

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Kneipp-Verein kürt neue Braunkohlkönigin
Elze - Nach einer ausgiebigen Wanderung durch die Elzer Feldmark traf sich der Kneipp Verein Elze bei Biel's Gasthaus zum traditionellen Braunkohlessen. Als diesjährige Königin des Braunkohls fiel das Los auf Erika Mund, die sich von den Mitgliedern königlich ausstatten ließ. Der nächste Termin des Vereins: Jahreshauptversammlung am Dienstag, 7.April, um 19.30 Uhr.

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